Am Tisch mit Adolf Hitler – Dokumentar-Schauspiel gegen Radikalisierung in Billerbeck

© Andreas Scheffel

Wie entstehen menschenverachtende Ideologien? Wie wirken Sprache, Selbstinszenierung und vermeintlich beiläufig geäußerte Gedanken? Und was können wir heute tun, um Radikalisierung und rechtsextremen Tendenzen entgegenzutreten?

Mit dem Dokumentar-Schauspiel „Hitlers Tischgespräche“ lädt der GRÜNE Dialog in Billerbeck am Mittwoch, 18. November 2026, zu einer ebenso ungewöhnlichen wie eindringlichen Auseinandersetzung mit diesen Fragen ein. Das Stück wird an diesem Abend gleich zweimal im Kulturzentrum Alte Landwirtschaftsschule, Darfelder Straße 10 in Billerbeck, gezeigt: um 18 Uhr und um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Geschichte aus unmittelbarer Nähe

Im Mittelpunkt steht der Schauspieler und Historiker Andreas Breiing. Er verkörpert Adolf Hitler nicht in einer klassischen historischen Bühnenszene, sondern bringt dessen sogenannte „Tischgespräche“ an den Tisch. Grundlage sind überlieferte Monologe Hitlers im kleinen Kreis, die auf Veranlassung seines Sekretärs Martin Bormann mitgeschrieben wurden.

Das Besondere an der Inszenierung: Die Zuschauerinnen und Zuschauer sitzen mit der dargestellten Figur an einem Tisch. Sie erleben keinen Hitler am Rednerpult vor einer jubelnden Masse, sondern eine vor sich hin sinnierende Person im vermeintlich privaten Umfeld. Gerade diese Nähe macht die Inszenierung zu einer besonderen Form der Auseinandersetzung mit nationalsozialistischem Denken und seiner Sprache.

Das Projekt versteht sich ausdrücklich als Inszenierung gegen Radikalisierung. Ziel ist es, mit den Mitteln des Theaters rechtsextremen Tendenzen entgegenzutreten und anschließend miteinander ins Gespräch zu kommen. Deshalb endet der Abend nicht mit dem Schauspiel: An jede Vorstellung schließt sich eine moderierte Gesprächsrunde mit Britta von Anklang an. Getragen wird das Projekt von DIE BUSCHTROMMEL.

Hinschauen, zuhören, diskutieren

Demokratie lebt davon, dass wir uns mit Geschichte auseinandersetzen – und dass wir darüber sprechen, welche Bedeutung sie für unsere Gegenwart hat. Kunst und Theater können dafür Räume schaffen, die anders funktionieren als Unterricht, Vortrag oder politische Diskussion.

„Hitlers Tischgespräche“ möchte einen solchen Raum öffnen. Die Aufführung konfrontiert das Publikum mit historischen Aussagen und lädt anschließend dazu ein, das Erlebte gemeinsam einzuordnen und zu diskutieren.

Bereits am Vormittag wird das Projekt in der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck aufgeführt. Am Abend richtet sich das Angebot dann in Billerbeck an die Öffentlichkeit. Für jede der beiden Vorstellungen stehen maximal 45 Plätze zur Verfügung.

Zwei Vorstellungen am 18. November

Wer dabei sein möchte, kann zwischen zwei Terminen wählen – bitte melden Sie sich über die Formulare an:

18-Uhr-Vorstellung, 18:00–19:30 Uhr
Alle Informationen zur Vorstellung um 18 Uhr

20-Uhr-Vorstellung, 20:00–21:30 Uhr
Alle Informationen zur Vorstellung um 20 Uhr

Beide Vorstellungen finden im Kulturzentrum Alte Landwirtschaftsschule, Darfelder Str. 10, 48727 Billerbeck statt. Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns auf einen besonderen Theaterabend – und vor allem auf den anschließenden Austausch darüber, was wir aus der Geschichte für unsere demokratische Gesellschaft heute lernen können.

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